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Start / Spektroskopie – Durchlassbereich von Nebelfiltern / Filterspektren verschiedener Hersteller im Vergleich (2010)

Nachdem ich meine ersten spektroskopischen Untersuchung meiner Filter mit dem neuen Handspektroskop durchgeführt hatte, berichtete ich davon in einem Astronomieforum. Hierauf aufmerksam geworden, meldete sich ein Forenteilnehmer bei mir und bot an, mit einer Handvoll seiner Filter und denen von Bekannten bei mir vorbeizukommen, damit wir mal einen Vergleich der Durchlassbereiche von Nebelfiltern verschiedener Hersteller machen können. Das fand ich natürlich sehr spannend und an einem Abend im April 2010 haben wir uns dann bei mir getroffen und einige Filter „durchgemessen“.

Für den direkten Vergleich habe ich auch meine beiden Nebelfilter nochmal bei gleichen Einstellungen mit erfasst. Als Referenz wurde auch hier die Energiesparlampe mit den bekannten Emissionsspektren wieder mit vermessen, um den Anzeigefehler des Handspektroskops bei der Beurteilung der Filterwirkungen berücksichtigen zu können.



Dieser Vergleich ist dahingehend sehr interessant, dass er nicht nur die unterschiedliche Filterwirkung der Typen verschiedener Hersteller zeigt, sondern gerade am Beispiel des Baader OIII-Filters auch leider eine Serienstreuung der Filterqualität belegt.

Vergleicht man die Filterspektren der fünf Baader OIII-Filter untereinander, die uns an dem Abend zur Verfügung standen, dann sieht man deutlich, dass die Durchlassbereiche auf der Wellenlängenskala nicht identisch sind.


Ich musste 2008 auch schon die Erfahrung machen, dass mein neu erworbener Baader OIII-Filter nicht richtig funktioniert hatte. Dies äußerte sich darin, dass zwar der Himmelshintergrund deutlich dunkler wurde, die anvisierten Objekte (Cirrus-Supernovaüberrest, Nordamerikanebel, Ringnebel M57) aber nicht deutlicher erkennbar wurden. Mein UHC-S Filter zeigte die Testobjekte wesentlich deutlicher, was eigentlich nicht hätte sein können.

Im direkten Vergleich bei einer visuellen Beobachtungen mit den gleichen Filtern von zwei Astrofreunden bestätigte sich damals meine Vermutung, dass mein Filter wohl die beiden OIII-Emissionslinien nicht richtig trifft, woraufhin ich von Baader einen Austauschfilter geschickt bekam, der dann auch die erwartete Wirkung erbrachte. Zwei Jahre später zeigte dann unsere spektroskopische Untersuchung deutlich, dass es zumindest damals eine Serienstreuung bei den Baader OIII-Filtern gab, die sich in einer Verschiebung der Durchlassbereiche auf der Wellenlängenskala zeigten.

Da diese Filter sehr engbandig sind, was gerade unter aufgehelltem Himmel von Vorteil ist, fällt ein Verschiebung des Durchlassbereichs schnell auf, wenn die beiden benachbarten OIII-Emissionslinien (495,9 und 500,7 nm) nicht mehr gut oder vielleicht gar nicht mehr getroffen werden.