Start Mein Equipment Teleskope 4" f/4 Celestron Explora Scope 100 Kugeldobson

Diesen kleinen Kugeldobson von Celestron, vom Typ Explora Scope 100, habe ich mir zum Spaß gekauft, weil ich die Bauform so "niedlich" fand und ich dachte, dass man das kleine Döbschen auch mal eben mit auf ´n Grillabend oder Vergleichbares nehmen kann. Für den Transport ist ein praktischer Schultertragegurt montiert.


Daten:

Hauptspiegeldurchmesser: 100mm
Brennweite: 400mm


















Hier noch ein Blick von vorn. Im OAZ erkennt man auch schon die fest verbaute Korrekturlinse.


































Die bisherigen Fotos zeigen das Teleskop noch so, wie es ab Werk ausgeliefert wurde.

Beim Kauf des Teleskops (< 30,-€) wußte ich noch nichts davon, dass das kein einfacher Newton ist. Ich war dann beim "Firstlight" auch etwas überrascht darüber, dass der 100mm Hauptspiegel nur sowenig Licht ans Auge bringt. Der Grund dafür dürfte in der Korrekturoptik zu finden sein. Zum einen ist da eine Linse drin verbaut, die vermutlich als Korrkturlinse für den Spiegel dient - wird wohl ´n einfacher Kugelspiegel sein. Zum anderen ist da ein abstruses Prismengewerkel drin verbaut, welches die Aufgabe hat, ein aufrechtes Bild im Okular zu erzeugen - dümmer geht´s nimmer.

Hier der "verrückte Strahlengang" kurz vor dem Okular:
























Und hier nochmals das Prismenkonstrukt aus der Nähe:
























Das Hauptproblem an diesem Gerät wäre sicher kein newton-typisches um 180° gedrehtes Bild gewesen, sondern die Tatsache, dass man zum einen erstmal nur ein Okular nutzen kann, nämlich das (fest) Eingebaute und zum anderen keinen Sucher an dem Teil hat. Das Auffinden von Objekten gestaltet sich nicht gerade einfach, da man ja auch nicht so einfach an der bauchigen Form des Tubus dran langschauen und ein Objekt anpeilen kann, wie bei einem "normalen" Teleskop.

Zum Okular sei aber noch gesagt, dass es noch ein oder zwei Austauschokulare mit anderen Brennweiten gibt, die man in den OAZ einschrauben kann. Das verbaute 1,25" Okular ist nämlich offensichtlich mit einem Innengewinde (Filtergewinde?) ausgestattet, mit welchem es in den OAZ eingeschraubt ist.

Nachdem bei mir nun nicht wirklich Spaß aufkommen wollte mit dem Teil, habe ich es zerlegt und von der Korrekturoptik befreit. Da es dann aber Probleme mit dem neuen, direkten Strahlengang vom Fangspiegel zum Okular gab, mußte ich den Fangspiegel etwas weiter nach vorn (also zum Lichteintritt hin) bauen. Aufgrund der Okular-Einschraub-Methode, die mir nun gar nicht gefallen wolllte, habe ich den eigentlichen OAZ komplett demontiert. Es steht nur noch ein zylindrischer Stutzen, der 1,25" Okulare aufnehmen kann.
























Mittels einer Schraube (hier noch nicht zu sehen) kann ich ein eingesetztes Okular nun klemmen und muß dies auch tun, da mit dem reinstecken und verschieben der Okulare in diesem Stutzen auch der Fokus eingestellt werden muß.

Beim "Firstlight" des Umbaus zeigte sich dann, dass es sich wohl um einen Kugelspiegel handeln muß, da das Beobachten damit nur noch mit meinem 32ger Plössl-Okular etwas Spaß bringt. Höhere Vergrößerungen zeigen ein sehr grottiges Bild. Vor dem Umbau war die Beobachtung von Jupiter eigentlich noch ganz brauchbar. Nach dem Umbau wirklich höchstens noch als Widefieldgerät zu gebrauchen. Wenn ich mal wieder Lust und Zeit habe, dann will ich nochmal versuchen, ob ich die Korrekturlinse wieder eingebaut bekomme, damit man auch wieder etwas höher vergrößern kann. Ob sich der Einbau aber noch bewerkstelligen läßt, muß sich noch zeigen, da ich einiges von den "Innereien" entfernen mußte, um den Lichtkegel vom Fangspiegel zum Okular zu führen.

Momentan habe ich aber wichtigere Baustellen, als mich nochmals um den kleinen Dobson zu kümmern. Wie gesagt, war das Teil auch nicht für die ernsthafte Beobachtung gedacht. Eher als Schnellspechtelgerätchen.

Aber sieht er nicht süß aus, der Kleine? ;-)