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Nicht mehr in meinem Besitz - verkauft in 2012.


Mit diesem 8" Volltubus Dobson von GSO bin ich im Januar 2008 wieder in die Astronomie eingestiegen.


Daten:

Hauptspiegeldurchmesser: 200mm
Brennweite: 1200mm
Gewicht: ca. 20kg




















Dieses Teleskop wird nach wie vor noch am meisten benutzt. Nämlich immer dann, wenn ich allein raus fahre zum beobachten, oder wenn ich nebenbei noch mit meinem 6"er fotografiere. Den Tubus habe ich nach einem halben Jahr mit Velours ausgeklebt, den optischen 8x50-Sucher habe ich etwas weiter vom Okularauszug (OAZ) weg plaziert, damit ich zwischen diesem und dem OAZ noch einen guten Platz für meinen Rigel Quickfinder (Leuchtkreissucher) finden konnte. Zuvor hat der Rigel immer, vom OAZ aus gesehen, hinter dem Sucherfernrohr gesessen, was sehr unpraktisch war, da ich zum justieren immer um den optischen Sucher drum herum fassen mußte.

Was mir an dem 8"er auch sehr gut gefällt ist, dass man damit schön relaxed im Sitzen beobachten kann. Dafür habe ich mir extra einen höhenverstellbaren Stuhl - eine sogenannte "Bügelhilfe" - für kleines Geld beim Lebensmitteldiscounter gekauft.



























Diesen Dobsons nutze ich aber nicht nur für die visuelle Beobachtung. Meine Planetenfotos sind auch mit diesem Teleskop entstanden. Bis zum Oktober 2009, als ich Jupiter mit dem "Großen Roten Fleck" und dem Schatten seines Mondes Io ablichten konnte, habe ich die Fotos auch tatsächlich mit der Dobsonmontierung geschossen, oder besser gesagt gefilmt - Planeten werden i.d.R. nicht fotografiert sondern gefilmt. Die entstandene Videodatei wird dann mittels Computersoftware in vielen Arbeitsschritten zu einem Summenbild verarbeitet.

Seit meinem ersten Versuch den Mars abzulichten (im Januar 2010), montiere ich den Tubus dieses Dobson aber mittels Rohrschellen auf meine parallaktische Montierung, die mittels Elektromotoren die Erdrehung mehr oder weniger präzise ausgleicht. Ich will aber auch nicht verschweigen, dass die EQ EM-10 Montierung mit dem 8" f/6 Newton auch schon etwas überlastet ist. Die Motoren krächtzen während der Korrektur der Nachführung doch schon ganz schön. Noch dazu dauert es nach Berühren des Teleskops schon ein kleines Weilchen, bis der Tubus ausgeschwungen ist und man ein klares, unverwackeltes Bild erhält.
























Der große Vorteil dieser Montierung ist der, dass ich mich um die Nachführung kaum noch kümmern muß. Ich kann mich voll auf die Fokussierung und die Aufnahme konzentrieren. Dadurch gestaltet sich das Planetenfilmen wesentlich streßfreier, als am manuell nachzuführenden Dobson. Das visuelle Beobachten macht mir aber mit dem als Dobson montierten Tubus mehr Spaß. Der Vorgang des Einnordens entfällt beim Dobson genauso, wie die umständliche aber notwendige Prozedur des "Umschlagens" des Tubus, wenn man von der östlichen zur westlichen (oder umgedreht) Hemisphäre wechseln will. Unter Umständen muß auch der Tubus mal in den Rohrschellen gedreht werden, um eine bessere Einblickposition ins Okular zu bekommen. Auch dies ist bei einem Dobson nicht nötig.

Den einzigen Vorteil, den ich in einer motorisierten, parallaktischen Montierung sehe, ist der Ausgleich der Erdrehung. Sollte mich dieser "Nachteil" einer Dobsonmontierung aber mal stark stören, dann werde ich mir eine EQ-Plattform für den Dobson bauen. Damit würden die anderen Vorteile eines Dobson bestehen bleiben - das Teleskop bleibt weiterhin in der Rockerbox azimuthal montiert. Lediglich der Vorteil der automatischen Nachführung des Teleskops auf das zu beobachtende Objekt käme hinzu.