Start Über mich

Hier möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Heiko Mehring, ich bin 45 Jahre alt, glücklich verheiratet, Vater von drei Kindern, Elektrotechnikermeister und leite die Korbacher Niederlassung des Elektrogroßhandels Sonepar Deutschland / Region West GmbH.

Für die Astronomie interessiere ich mich seit meiner Kindheit. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich darin verborgen, dass ich schon immer von (unendlich) großen Dingen fasziniert war. Seien es die längst ausgestorbenen Dinos, die Pyramiden von Gizeh, Wolkenkratzer und Brücken, aber auch hohe Berge und dass vom Ufer aus betrachtet, unendlich groß wirkende Meer. Bei vorgenannten Dingen blieb es in meiner Kindheit beim Lesen des ein oder anderen Buches oder dem Anschauen einer Doku im Fernsehen. Bei der Astronomie sollte es aber tiefgründiger werden.

Im Alter von etwa 14 Jahren kaufte ich mir mein erstes Teleskop - ein Linsenfernrohr mit 60mm Öffnung und 700mm Brennweite. Aus mehreren Gründen verließ mich aber die Faszination des Beobachtens relativ schnell wieder. Das kleine Teleskop verkaufte ich nach wenigen Jahren des "in-der-Ecke-rumstehens" an einen Freund. Eine Kleinanzeige Mitte der Neunziger entfachte aber die Beobachtungslust erneut. Mit einem Newton-Spiegelteleskop mit 76mm Öffnung und ebenfalls 700mm Brennweite und den gleichen schlechten Okularen auf ebenfalls wackligem Stativ, zog ich wieder raus in die Nacht. Aber auch dieses Rohr stand die meiste Zeit ungenutzt im Keller. Zu "besonderen Anlässen" wurde es aber hervorgeholt. Z.B. die totale Sonnenfinsternis 1999 oder auch der 2004 stattgefundene Venustransit wurden von mir damit beobachtet, wenngleich ich die Totalität der SoFi dank starker Bewölkung nicht beobachten konnte.

Sonst aber blieb dieses Teleskop in den letzten Jahren meist ungenutzt. Bis dahin war auch ein anderes Hobby mein Hauptzeitvertreib - die Musik. Als Keyboarder und Bassist diverser kleiner Hobbybands war ich relativ aktiv - seltener auf Bühnen bei Konzerten, aber oft im Proberaum. Als dann aber einige meiner Mitstreiter aus beruflichen und ausbildungstechnischen Gründen aus meiner Gegend wegzogen, wurde es im wahrsten Sinne des Wortes ruhiger bei mir. Das Musikmachen selbst gelangte immer mehr in den Hintergrund, dass Basteln an meinen alten analogen Synthesizern und Samplern hingegen schien mich hobbytechnisch auszufüllen. In dem Zusammenhang lernte ich weltweit viele Leute kennen, mit denen ich mich über die Technik der Geräte austauschen konnte.

Aber ich wollte auch Musik machen und so baute ich mir im Dachgeschoss unserer Wohnung ein kleines Homerecording-Studio, um allein Aufnahmen zu machen. Aber da ich mich allein nur äußerst selten dazu motivieren konnte, im stillen Kämmerlein vor mich hinzumusizieren, wurde der Raum eher ein Ausstellungsraum für alte analoge Musikelektronik.

Ende 2007 war dann mal wieder ein besonderes Ereignis am Sternenhimmel zu beobachten - eine Marsbedeckung durch den Mond. Aufmerksam auf dieses Ereignis wurde ich durch einen Arbeitskollegen aus unserem Stammhaus. In den frühen Morgenstunden des 24. Dezembers baute ich mein kleines Newton-Teleskop in unserer Einfahrt auf und beobachtete durch kleine Wolkenlücken hindurch die etwa 10 Minuten dauernde Marsbedeckung (s. Fotosektion). Dieses Ereignis war selbst in meinem Billigteleskop mit den schlechten Okularen ein sehr ergreifendes Erlebnis. Es hat mich so gepackt, dass ich in den Tagen darauf beschloss, wieder öfters nachts rauszugehen, um die Schönheiten des Sternenhimmels zu beobachten. Da mir aber klar war, dass mich die Lust schnell wieder verlassen würde, wenn ich mir nicht endlich mal ein gescheites Teleskop zulegen würde, schmökerte ich mich diesbezüglich erstmal kreuz und quer durchs Internet und meldete mich noch im besagten Dezember in einem Astroforum an, um meine letzten Fragen beantwortet zu bekommen.

Diverse Teleskope haben seit dem den Weg zu mir gefunden, ein paar durften bleiben, andere wurden wieder verkauft. Mein Hauptinstrument für die visuelle Beobachtung ist aktuell ein 12" f/5 Dobson.

Seit der o.g. Marsbedeckung bin ich so ziemlich jede klare Nacht draußen, mal über mehrer Stunden und mit visuellem und/oder Fotoequipment, mal auch nur mal eben mit dem Fernglas. Und das nicht nur am Wochenende. Die beobachtende Astronomie kann eigentlich auch kein Wochenendhobby sein, da es viel zu wenige klare Nächte im Jahr gibt.

Neben der visuellen Beobachtung fotografiere ich auch gerne am Nachthimmel, allerdings nur mit relativ geringem Aufwand, wodurch die Qualität meiner Fotos auch recht bescheiden ist. Dazu aber mehr in der Sektion "Astro-Fotos".

Finden kann man mich auch unter meinem Pseudonym "Hico" in diversen Astronomie-Internetforen, wo ich mein Wissen und meine Erfahrungen gern an Jung und Alt weitergebe.













Für die Volkshochschule - Waldeck-Frankenberg biete ich auch einen Astronomiekurs für Einsteiger an. Der nächste Kurs über vier Abende á 2 Unterrichtsstunden wird bei Erreichen der Mindestkursteilnehmerzahl am 02. November 2017 starten. -> Informationen zum Kursinhalt <- Über Anmeldungen freuen wir uns sehr.

Sehr gerne führe ich auch hin und wieder kurzfristig geplante öffentliche Beobachtungsabende/-tage durch, an denen ich mich ganz nach John Dobson und den Sidewalk-Astronomers (engl. Bürgersteig-Astronomen) an einen belebten Platz stelle und anbiete Mond, Planeten und am Tage die Sonne durch meine Teleskope zu betrachten. Dies wird sehr gern angenommen und mir macht es viel Freude in erstaunte Gesichter zu schauen und Fragen zu den Objekten im All zu beantworten.

Ich hoffe ich habe Sie mit dem langen Text nicht allzusehr gelangweilt, aber ich wollte gern den Versuch unternehmen zu vermitteln, mit wem Sie es hier zu tun haben.

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Mehring