Start Beobachtungsberichte 2010 16.-18.04.2010 - Blick ins junge All, trotz Vulkanasche

Am Freitag den 16.04. war der Himmel endlich mal wieder klar und eigentlich hatte ich vor, meinen nun mit Lüftung ausgestatteten 16" Dobson mal wieder am Himmel spazieren zu fahren und den Umbau zu testen. Leider hatt ich aber niemanden, der mir ans Teleskop anpacken konnte, sodass ich beschloss, erstmal ohne Scope zum Nachbardorf zu fahren, von wo aus man eine schöne Sicht Richtung Westen genießen kann, um mir die Konstellation aus Mond, Venus und Merkur anzuschauen. Außerdem war ich neugierig, ob man am Himmel die Auswirkungen der Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull in Form eines purpurroten Westhimmel nach Sonnenuntergang sehen konnte.

Der Himmel erschien mir nicht sonderlich anders gefärbt als sonst. Von der Dreierkonstellation Mond-Venus-Merkur konnte ich mit bloßem Auge nur die beiden ersten Himmelskörper erspähen. Mit dem 10x50 FG und meiner EOS1000D konnte ich aber auch den innersten Planeten des Sonnensystems ausmachen. Was mich aber am meisten faszinierte war die noch junge Mondsichel im Fernglas. Auch die Nachtseite war durch den Wiederschein der Erde extrem deutlich zu erkennen. In dem vielen sichtbaren Feld um den Mond herum waren auch ein paar Sterne zu sehen. Ein irre schöner Anblick, von dem ich mich kaum loseisen konnte.

Wieder daheim baute ich meine Monti mit dem 6" f/5 Newton in unserer Einfahrt auf, um mal wieder zu fotografieren. Auch den 8"er Dobson stellte ich gleich zum auskühlen mit raus. Nachdem die Monti eingenordet, der Newton justiert, die EOS an ihm montiert und mittels Bathinovmaske fokussiert war, ließ ich die Kombi eine 40Sekunden-Einzelbelichtungsserie vom Leo-Triplet schießen. Von über 130 Einzelbelichtungen mit ISO800 konnte ich für das Summenbild nur 27 Stück verwenden. Selbst davon waren nicht alle mit runden Sternen versehen. Ich glaub, der Schneckenfehler hat sich verstärkt. Dennoch ist das Ergbnis für meine Verhältnisse ganz passabel geworden, wie ich finde.










































Während das Fotoequipment fleißig vor sich hinbelichtete, habe ich mir im 8"er Dobson ein paar Standards angeschaut. Mars und Saturn, die aber dank nicht so guten Seeings nicht so viel von sich Preis geben wollten. Die Transparenz war aber ganz o.k. In UMi konnte ich "meinen" 6m0 Stern erkennen. Erst in Richtung Horizont nahm die Himmelsqualität dann deutlich ab. Auch die Sombrerogalaxie M104 nahm ich mit dem 8"er aufs Korn. Zwar hatte ich sie schnell ausgemacht und das Staubband war auch gut zu entdecken, der südliche Teil der Kernregion blitzte aber nur hin und wieder mal im Okular auf. Nachdem ich noch den Whirlpool mit seinen relativ gut sichbaren Spiralarmen, M81/82 und das Leo-Triplet beäugt hatte, verlor ich zusehendst die Lust weiter zu dobson. Mir kam in den Sinn die Isomatte und die Ferngläser rauszuholen, was ich auch prompt tat. Da kam wieder Freude auf, vor allem, als sich mein lichtverschmutzender Nachbar kurze Zeit später dazu entschloss, endlich schlafen zu gehen und das Licht auszuknipsen.

Da lag ich nun und machte eine erste Runde am Himmel mit meinem 10x50 Lidl(Bresser) FG. Dabei suchte ich spontan die Objekte auf, die mir in den Sinn kamen - sprich alles Standardlaternen wie M51, M101, M81/82, Comahaufen, M44, Leo-Triplet - wobei von diesem natürlich nur die beiden M´s zu sehen waren - Auch den Kugelsternhaufen M3 nahm ich mit und auch wieder den Sombrero. Alles in allem mehr oder minder helle Fleckchen ohne großartig sichbare Struktur, abgesehen von den großen offenen Sternhaufen. Anders wurde es dann schon in meinem 16x80 Billig-Hania-FG, welches zwar schlechter abbildet als das kleinere Bresserglas, aber eben doch deutlich mehr Licht sammeln kann. Am Whirlpool ist dadurch und durch die etwas höhere Vergrößerung schon die kleinere Begleitgalaxie auszumachen, M3 wirkt irgendwie schon etwas körnig und der in der Suppe hängende Sombrero ist auch leichter auszumachen.

Als ich dann irgendwann der Meinung war, dass meine EOS genügend Belichtungen vom Leo-Triplet gesammelt hatte, wollte ich mich mal an der Sombrerogalaxie versuchen. Also das Dingen mit dem Lichtpunktsucher angepeilt, ein paar Probebelichtungen verbunden mit Positionskorrekturen des Teleskops gemacht, bis ich den Sombrero schön auf dem Kamerachip psoitioniert hatte. Da es schon recht spät war und der Sombrero schon bald hinter Nachbars Baum verschwinden würde, habe ich davon nur gute 40 Einzelbelichtungen geschossen, wieder mit 40 Sekunden Belichtungszeit und ISO800. Da der Sombrero ja nur wenige Grad überm Horizont steht, macht sich hier der Schneckenfehler natürlich noch deutlicher bemerkbar. Entsprechend hatte ich zum stacken nur 5 Einzelbelichtungen zur Verfügung, womit ich natürlich das Bildrauschen nicht in den Griff bekommen konnte. Trotzdem ist der Sombrero deutlich zu erkennen.





























Während der Belichtungen hab ich noch ein wenig gefernglast und dann im Anschluß, während die Kamera noch ein paar Darks geschossen hat, hab ich den Kram wieder abgebaut und mich zu Bett gegeben. 2.30Uhr zeigte das Zeiteisen - nur 3 Stunden später beendete mein Sohn den erholsamen Schlaf.


Samstag, 17.04.
Nachdem wir am späten Nachmittag mit unseren Nachbarn und Freunden ´ne tolle Grillrunde hingelegt hatten, gings dann gegen 21Uhr raus auf´s Feld. Diesmal hatte ich meinen 16"er dabei, dem ich mittags auf Anraten von Günther Mootz noch eine Rolladengurt-Bremse verpasst hatte. Als wir auf dem Beobachtungsplatz ankamen, standen der Mond und die Venus noch nett am Himmel.










































Nachdem ich den neuen Lüfter eingeschaltet und den Newton per Laser justiert hatte, kam mir der Gedanke, mal mit dem 16"er auf die noch schmale Mondsichel zu halten. Klar,w ar natürlich extrem hell, aber noch im Bereich des machbaren. Die dunkle Nachtseite war damit natürlich noch besser zu erkennen. Viele kleine Krater waren da auch ohne direktes Sonnenlicht schon zu erkennen. Schön auch die vielen Sterne, die neben der dunklen Seite auftauchten. Ein wirklich sehr interessanter Anblick. Insgeheim wartete ich aber natürlich darauf, dass der Mond die Himmelsbühne verläßt, was aber noch bis nach 23Uhr dauern würde. Der Spiegel war sicherlich noch nicht richtig ausgekühlt, als ich den Tubus zum Saturn schubste. Entsprechend fad kam der Ringplanet auch daher. zusätzlich war auch noch eine Dejustage zu sehen, die ich alsgleich an Polaris mit höherer Vergrößerung wegjustieren konnte. Danach sah Staurn schon viel besser aus. Das Seeing war eher mittelmäßig, aber für kurze Momente stand er auch bei 366facher Vergrößerung im Speers Zoom Okular knackescharf im Bild. Die gut 450fache Vergrößerung mit meinem 4mm Planetary waren aber denn doch etwas zuviel des Guten, weshalb ich wieder auf das Zoomoku wechselte. Die Ringöffnung war immer mal kurz gut zu sehen, wie auch der Schatten der Planetenkugel auf dem Ringsystem.

Anschließend nahm ich den Mars auch noch mit, mit 16" war er aber einfach nur grell und detaillos. Das etwas schlechter gewordene Seeing tat sein übriges dazu.

Richtig schön Gebrauch habe ich in der Nacht auch von meinem 120/600 Richfielder gemacht, den ich ja auf dem 16"er aufgesattelt hatte. Erst die Objekte grob mit dem Rigel Quickfinder angepeilt, dann den Dobson mit dem Richie bei knapp 19facher Vergrößerung mit dem 2" TSWA32 an die exakte Stelle gerückt und dann mit dem Newton bei mittlerer uind hoher Vergrößerung beobachtet. Da kommt so richtig Laune auf. Zum ersten Mal hatte ich richtig Spaß mit meiner Traumkombi, obwohl die Gurtbremse nicht die erhoffte Wirkung brachte. Entweder sie war so locker, dass sie keine richtige Wirkung zeigte, oder ich hab sie so fest angezogen, dass sie zwar bremste, beim nachführen aber das Höhenlager auch extrem ruckeln ließ. Nun habe ich mir die Bremse bisher nur über eines der beiden Höhenlager gebaut. Vieleicht bringt eine zweite Bremse auf das zweite Höhenlager ja noch eine Verbesserung. Aber effektiver ist´s wahrscheinlich doch, wenn ich mich mal dran mache und deutlich größere Höhenräder baue.





























Aber trotzdem hatte ich viel Freude beim beobachten mit der Kombi. Mit dem Richie kommt schon fast Fernglasfeeling auf, nur mit dem Unterschied, dass ich hier gleich mal 120mm Öffnung zur Verfügung habe, wenn auch nur monokular. Das erste Objekt, was ich so aufsuchte und beobachtete war das Galaxienpäärchen M81/82. Irre, wieviel deutlicher die Zerklüftungen in M82 gegenüber dem Anblick im 8"er rüberkommen. Auch der Whirlpool macht damit nochmal mehr Spaß, da man hier auch schonmal noch was höher vergrößern kann, ohne dass einem gleich das Licht ausgeht.

Zum ersten Mal hatte ich auch meine neue mobile Wetterstation dabei, die ich vor ein paar Tagen zufällig beim Lidl entdeckt und direkt vom Fleck weg für die Beobachtungsnächte gekauft habe. Zu Beginn der Nacht hatten wir gegen 21.30Uhr eine Temperatur von 7,3°C und eine rel. Luftfeuchte von 45%. Als ich gegen 3.30Uhr wieder Heim fuhr, hatten wir nur noch 0,4°C und 71% rel. Luftfeuchte.

Aber soweit sind wir ja noch nicht. Beobachtet habe ich auch wieder den Sombrero, der im Vergleich zur Nacht davor doch deutlich besser zu sehen war, nicht nur wegen dem Mehr an Öffnung, sondern auch wegen der besseren Bedingungen in der knappen Höhe, wenngleich ich die Sterne hier nicht ganz scharf bekam. Wahnsinn, wie groß die Gx im 16"er erscheint. Das Staubband natürlich sehr deutlich zu erkennen, wie auch der südliche Kernbereich der Galaxie.

Dann wollte ich mal wieder ein mir neues Objekt besuchen. In einer kurzen Doku hatte ich im letzten Jahr zum ersten Mal von einem Doppelquasar in der großen Bärin gehört. Der Hobbyastronom in dieser Doku hatte sich extra dafür eine 16"er Lightbridge gekauft, da es schon seit Jahren sein großer Wunsch war, diesen Doppelquasar mal mit eigenen Augen zu sehen, was dann auch in der Doku gezeigt wurde - gefilmt bei grellem Weißlicht hat er das Teilchen in seinem 16"er gesehen. Alles klar ... Na gut, egal. War halt für´s Fernsehen. Aber da war für mich natürlich klar, wenn er das Dingen wirklich mit seinem 16"er beobachten konnte, dann kann ich das auch und hab mir gleich ´n schönes Foto zum Aufsuchen ausgedruckt.

Noch kurz ein bischen Info zu diesem außergewöhnlichen Objekt: Dieser Doppelquasar mit der tollen Bezeichnung QSO 0957+561A&B wurde 1979 entdeckt. Auf Fotos sieht er aus wie ein Doppelstern. Die Spektraluntersuchungen ergaben, dass es sich bei beiden "Pünktchen" um ein und dasselbe Objekt handeln könnte, so identisch wie sie waren. Lediglich ein Helligkeitsunterschied wurde zwischen den beiden festgestellt. Dieser ist aber nicht gleichbleibend sondern schwankt um etwa 0,5 bis eine Magnitude. Witzigerweise macht einer der beiden "Punkte" diese Helligfkeitsveränderung vor, während der andere Punkt die gleiche Veränderung mit etwa einem Jahr Verspätung nachmacht. Daraus schloss man, dass es tatsächlich nur einen Quasar gibt, den wir einmal direkt sehen können und einmal durch eine, von einer schwachen Vordergrundgalaxie hervorgerufenen Gravitationslinse, mit einem Lichtjahr Verspätung. Irre, oder? Und wenn ich euch jetzt noch erzähle, dass dieser Quasar ca. 9 Milliarden Lichtjahre entfernt ist, das Licht das jetzt hier auf der Erde ankommt also abgestrahlt wurde, als es noch kein Sonnensystem und somit auch unseren Heimatplaneten noch nicht gab, dann könnt ihr euch sicher vorstellen, wie gespannt ich darauf war, ob ich das Teil nun finden würde.

Als Aufsuchhilfe dient eine helle, sehr schön verformte Galaxie mit der Bezeichnung NGC3079. Im Okular hangelt man sich dann an ein paar Sternchen in Richtung Westen, bis man auf ein drachenähnliches Sternmuster aus knapp 15mag schwachen Sternchen stößt. Dort angekommen kann man dann versuchen, den Doppelquasar zu entdecken. Um es kurz zu machen, es dauerte schon recht lange, bis ich ihn mal aufblitzen sah. Um ganz sicher zu sein, dass es sich nicht um Einbildung handelt, habe ich den Dobson noch ein paar Mal an die Stelle geschubst. Nachdem ich den Doppelquasar, der zusammengenommen in etwa eine Helligkeit von 16,5 Magnituden hat, noch 4-5 Mal an der gleichen Stelle habe aufblitzen sehen, war ich mir absolut sicher, dass ich gerade ca. 9 Milliarden Jahre altes Licht auf die Netzhaut bekommen hatte. Poooaaahhhrrrr ... Gänsehaut überkam mich. Einfach atemberaubend die Vorstellung, dass da noch keine Erde in Planung war. Trennen konnte ich die beiden 6 Bogensekunden voneinander entfernten Pünktchen leider nicht. Da wird wohl das Seeing besser mitspielen müssen, um das hinzubekommen. Vieleicht reichen da aber auch die 16" nicht mehr aus, bei der schwachen Funzel.

Im Anschluß mal wieder ein paar Leuchttürme zur Entspannung: Die Kugelsternhaufen M3 und M5 mußten dran glauben. Einfach genial der Anblick. Da kommt definitiv kein Foto mit. Die beiden Haufen wirken schon fast plastisch im Zoomokular. Auch im 14mm Speers, welches ich in der Nacht dank Günther Mootzs Zoomhülse zum Zoomokular umgebaut hatte, war der Anblick einfach nur atemberaubend schön.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch nochmal die Justage am Stern überprüft und siehe da - alles bestens. Die Spiegelzellenkonterschrauben, die ich auch beim Lüftereinbau eingesetzt habe, haben sich bewährt. Vorher war der Dobson nicht so richtig justagestabil.

Danach wollte ich mir noch einen faint fuzzie genehmigen, den ich auch noch nie bewußt beobachtet habe, der aber schon länger auf der Abschußliste steht: Der Zentralstern vom berühmten Ringnebel M57. Erstmal ließ ich aber den zitronenförmigen Nebel mit 230facher Vergrößerung ein wenig auf mich wirken. Im Gegensatz zum ATB im letzten Sommer, konnte ich diesmal wieder keine Farbe am Nebel feststellen. Auch mit dem 14er Speers nicht. Dann gings aber los. Ich zoomte mich mit dem Speers 5-8mm Zoomokular bis auf 366fach an den Nebel heran. Ein Zentralstern war aber nicht zu erkennen. Bei dieser hohen Vergrößerung ist der Innenbereich des Nebels noch immer relativ hell, sodass ich mir dachte, dass ich mit dem 4mm Planetary ja mal bis auf knapp 460fach vergrößern könnte, um vieleicht den Kontrast zum Zentralstern dadurch etwas steigern zu können. Und tatsächlich. Das kleine Sternchen ließ sich nicht lange bitten. Mehrmals konnte ich ihn indirekt über ca. 2-3 Sekunden am Stück halten - Beobachtung gesichert. Ich bin äußerst zufrieden.

Den Abschluß dieser Nacht machte NGC7000 - der Nordamerikanebel - mit Baader OIII und TS WA 32 im 120/600 Richie. Trotz noch recht tiefem Stand, war die Form deutlich auszumachen. Auch der Pelikan war deutlich zu sehen, wenngeleich ich mit der Form immer ein wenig meine Probleme habe.

Als ich dann alles abgebaut hatte, machte ich noch dieses Foto mit meinem Fischaugenobjektivaufsatz:






































Is einfach schön die Sommermilchstraße wieder vor sich zu haben.

Bevor ich ich dann gegen 3.30Uhr gen Heimat aufbrach, konnte ich noch das Space Shuttle gefolgt von der ISS (lt. anschließender Recherche bei calsky.de) am süd-östlichen Himmel für wenige Minuten beobachten.


Sonntag 18.04.
Gegen 21Uhr wieder raus ins Feld gefahren. Diesmal wieder mit 8" Dobson und Montierung. Mit dieser und aufgesattelter EOS mit 100-300mm Zoomobjektiv wollte ich eine 200mm-Aufnahme vom Virgocluster machen. Kaum im Feld angekommen, stellte ich erstmal fest, dass ich die Steuerung der Monti zu Hause vergessen hatte. Also nochmal 6km zurück ...

Dann aber schnell alles aufgebaut und trotz störendem Mond die Belichtungsserie gestartet. Von knapp 100 Einzelbelichtungen á 60 Sekunden bei ISO800 waren 43 Stück verwertbar.























































Hier das gleiche Foto nochmal intvertiert, da dann noch ein paar kleine Fleckchen sichtbar werden.























































Irre, soviele Galaxien auf einem Blick mit jeweils wieder über 100ten von Millionen von Sternen.

Beobachtet habe ich während der Belichtungsserie noch Saturn, Mars, Sombrero und dann noch etwas, was ich auch schon seit einem Jahr mal machen wollte - eine systematische Beobachtung des Virgoclusters. Dafür hatte ich mir im letzten Jahr schon ein paar Übersichtsaufnahmen und Karten ausgedruckt. Trotz Mond machte ich mich mit meinem 14er Speers ran an die Beobachtung. Ich war doch sehr überrascht, wieviel doch auch bei den Bedingungen noch zu erhaschen war. Das hat echt Spaß gemacht und kann ich nur jedem empfehlen. Einfach mal mit dem Teleskop in diesen Galaxienhaufen reinhalten ist zwar auch mal ganz schön, wenn man aber anhand Karten/Fotos nachvollziehen kann, welche Gx man gerade sieht, dann macht´s gleich doppelt soviel Spaß.

Um 1.30Uhr gings dann wieder Heim - ich mußte ja um 6 wieder raus zur Arbeit.

Abschließend möchte ich noch schreiben, dass die Vulkanasche, die den Flugverkehr lahmgelegt hat, meine Beobachtungen nicht merklich gestört hat, im Gegenteil. Ich hatte eher den Eindruck, dass die fehlenden Kondensstreifen und Flugzeugabgase für einen guten, transparenten Himmel gesorgt haben. Richtig toll fand ich auch, dass mal kein nerviges Geblinke von den Fliegern am Himmel zu sehen war. So ein Flugverbot ist schon was feines. Gerade die Nacht von Samstag auf Sonntag war echt klasse. So ´nen klaren Himmel hatte ich schon seit Monaten nicht mehr.